Artikel Teilen


Bitcoin beruht auf der revolutionaren Blockchain Technologie. Es ist wichtig zu verstehen, wie die Blockchain – eine offentliche und dezentrale Datenbank, die alle Transaktionen speichert – funktioniert. Wenn ich Ihnen eine Gluhbirne zeige, es aber noch garnicht moglich ist einen kontinuierlichen Elektronenfluss (einen Strom) zu erzeugen, dann werden Sie mich auslachen, denn die Gluhbirne kann dann nicht funktionieren. Das gleiche gilt fur Bitcoin, denn bis zur Erfindung der Blockchain Technologie konnte das sogenannte “Double-Spending” Problem und das “Byzantine Generals” Problem nicht gelost werden. In diesem November Newsletter mochte ich auf einige der Argumente von Bitcoin Kritikern eingehen, die ich immer wieder zu horen bekommen habe:


– Bitcoin hat keinen Gegenwert/ wird von nichts gedeckt

– Bitcoin ist sehr volatil, daher eignet sich Bitcoin nicht als Wahrung

– Bitcoin wurde schon gehackt und ist nicht sicher

– Bitcoin ist nicht reguliert

– Ich kann nirgendwo mit Bitcoins zahlen, deswegen ist Bitcoin kein Zahlungsmittel




image

In diesem Moment existieren weltweit ganz genau 16.657.000 Bitcoins (https://blockchain.info/charts/total-bitcoins) – es werden bis zum Jahr 2140 also noch 4.343.000 Bitcoins produziert. Das heisst, dass ca. 79% aller Bitcoins bereits im Umlauf sind. Bitcoin Entwickler Sergio Lerner hat 2013 eine Analyse veroffentlicht (https://bitslog.wordpress.com/2013/04/17/the-well-deserved-fortune-of-satoshi-nakamoto/ bzw. http://www.businessinsider.de/satoshi-nakamoto-owns-one-million-bitcoin-700-price-2016-6), die verdeutlicht, dass Satoshi etwa 1 Mio. Bitcoins besitzt, also momentan ca. 6% des Gesamtvermogens. Bei 21 Mio. Bitcoins insgesamt liegt der Anteil bei ca. 4.8%. Ganz ungeachtet dessen, ist vollig unklar ob Satoshi uberhaupt noch lebt, bzw. noch Zugang hat zu den Bitcoins. Unter Experten wird gemutmasst, dass Hal Finney, der erste Empfanger einer Bitcoin Transaktion, am wahrscheinlichsten Satoshi Nakamoto ist – er ist 2014 an ALS verstorben und wurde mithilfe der Kyronik konserviert – in der Hoffnung in Zukunft wiederbelebt werden zu konnen. Stellen Sie sich einmal vor, es kreiert jemand aus dem absoluten Nichts ein digitales Zahlungsmittel mit dem Wert 0.00EUR. Dieser jemand erwirbt zu Beginn einen nicht unerheblichen Anteil der experimentellen Wahrung selbst, verstirbt dann, lasst sich auf Wunsch konservieren und hofft dann darauf, dass der Wert der selbst erschaffenen Wahrung enorm ansteigt um viele Jahre spater wiederbelebt zu werden, weil er eventuell noch irgendwo den Zugang (privaten Schlussel) zu den Bitcoins hat. Eine Person, die an Genialitat wohl kaum zu uberbieten ist. Ich wette, dass in den nachsten Jahren zu genau dieser Geschichte ein Hollywood Film produziert wird. Zusammenfassend lasst sich also definitiv sagen, dass Satoshi Nakamoto bei Weitem nicht 60% aller Bitcoins besitzt.





Neue Bitcoins konnen ausschliesslich durch das sogenannte Mining entstehen. Dabei verhalt es sich ahnlich wie bei dem schurfen von Gold; es muss Arbeit investiert werden um neues Gold zu gewinnen. Es kostet momentan etwa zwischen 500 und 1500EUR um einen neuen Bitcoin zu erschaffen. Dabei sind die Kosten fur die Mining Hardware noch nicht inbegriffen. https://grisha.org/blog/2017/09/28/electricity-cost-of-1-bitcoin/ Wie viel kostet es eigentlich einen neuen Euro oder Dollar herzustellen? Des Weiteren hat Bitcoin zahlreiche Eigenschaften, die alle anderen FIAT Wahrungen nicht besitzen; direkte Uberweisungen, limitierte Menge, dezentrale und vorhersehbare Produktionsrate, programmierbares Geld u.v.m. Es wird ausserdem viel zu selten hinterfragt, von was der Euro bzw. der Dollar eigentlich gedeckt werden. Der Goldstandard existiert bereits seit 1971 nicht mehr und auch dann war das meiste Geld schon lange nicht mehr von Gold gedeckt.





Bitcoin und andere Kryptowahrungen sind sehr volatil, mit Kursschwankungen von 10-20% muss jeden Tag gerechnet werden. Wer in Bitcoin und andere Kryptowahrungen investiert, muss sich anschnallen. Das liegt ganz einfach daran, dass der Markt relativ klein ist. Wenige Akteure mit viel Geld konnen den Kurs stark beeinflussen. Je grosser der Markt, desto geringer die Volatilitat. Wenn es also in Zukunft mehr Bitcoin Nutzer und Geschafte gibt, die Bitcoin akzeptieren, wird die digitale Wahrung stabiler. Die Volatilitat von Bitcoin war in der Vergangenheit noch viel hoher als heute, das wird besonders deutlich wenn man sich die vergangenen “Blasen” von Bitcoin im Vergleich anschaut:

2011//
von 1 -> 30 -> 2 +3000% / -93,4%

2012/13//
von 10 -> 230 -> 66 +2300% / -70%

2013//
von 120 -> 1150 -> 350 +1000% / -70%

2017//
von 1000 -> 5700?-> ?

https://99bitcoins.com/price-chart-history/





Bitcoin und die Blockchain-Technologie wurden noch nie gehackt. Im Gegenteil; beide Technologien werden seit Jahren von Hackern aus der ganzen Welt erfolglos angegriffen und je grosser das Netzwerk wird, desto starker wird es auch. Gehackt wurden hingegen Tauschborsen auf denen viele Nutzer Ihre Bitcoins aufbewahrt haben und bis heute noch tun. Tauschborsen sind nichts Anderes als Internetseiten, die naturlich ein attraktives Angriffsziel bieten, wenn dort Millionensummen aufbewahrt werden. Fruher mussten Hacker die Information, die sie geklaut haben, erst verkaufen um Gewinn zu machen. Dafur muss ein Kaufer gefunden werden und es ist viel wahrscheinlicher erwischt zu werden. Bei Bitcoin ist die Information bereits das Geld, denn wer den privaten Schlussel (eine lange Folge aus Zahlen und Buchstaben) zu einem ,,Bitcoin-Konto” hat, kann das Konto leeren. Der gehackte Nutzer kann ausserdem nicht bei einer Bank anrufen um das Geld zuruckzuerhalten, weil Bitcoin-Transaktionen nicht umkehrbar sind. Das Problem liegt meist bei der mangelhaft sicheren Aufbewahrung von Bitcoin und anderen Kryptowahrungen seitens der Nutzer. Mobile Wallets, Desktop Wallets und Tauschborsen stellen keine sicheren und langfristigen Aufbewahrungsmoglichkeiten fur Bitcoin und andere Kryptowahrungen dar. Viele Nutzer werden das auch in Zukunft noch auf schmerzhafte Art und Weise erfahren mussen. Wer mehr als wenige hundert Euro in Bitcoins besitzt, sollte sich moglichst bald ein Hardware Wallet zulegen und lernen wie die sichere Aufbewahrung funktioniert.





Alle Bitcoin-Netzwerkteilnehmer halten sich automatisch an das Open-Source Bitcoin-Protokoll, da nur durch die Einhaltung des Regelwerkes eine Teilnahme im Bitcoin-Netzwerk moglich ist. Das Bitcoin-Protokoll ist also ein offentliches Regelwerk an das sich alle Netzwerkteilnehmer halten mussen. Das Protokoll kann nur geandert werden, wenn mindestens 95% der Community einer Anderung uber einen Zeitraum von ca. 2 Wochen zustimmen. Das Bitcoin-Protokoll beinhaltet z.B. folgende Regeln:

– Es wird nie mehr als 21 Millionen Bitcoins geben

– Es werden insgesamt weltweit pro Block (ca. alle 10 Minuten) 12,5 Bitcoins hergestellt

– Diese Produktionsrate wird alle 4 Jahre halbiert, d.h. die Inflationsrate sinkt mit der Zeit auf 0%.

– Alle Transaktionen mussen auf der Blockchain aufgenommen werden und werden neutral gemass dem Regelwerk von vielen tausenden unabhangigen und zufallig ausgewahlten Knotenpunkten verifiziert

– Verstosst ein Knotenpunkt gegen das Regelwerk (z.B., weil es eine echte Transaktion nicht verifiziert), wird der Knotenpunkt von dem Netzwerk ausgeschlossen

+ … viele weitere Regeln Da gegen dieses Protokoll nicht verstossen werden kann und das gesamte Netzwerk, sowie die Blockchain vollstandig transparent zur Verfugung stehen, ist Bitcoin besser reguliert als jede andere Wahrung je zuvor. Der Unterschied: Die Regulierung findet durch die weltweite, dezentrale Gemeinschaft statt und nicht durch eine zentrale Instanz. Zum Beispiel wurde Anfang August daruber abgestimmt, dass der Losungsvorschlag ,,SegWit” implementiert werden soll. Dadurch sollen mehr Transaktionen pro Sekunde moglich sein und die Gebuhr deutlich sinken. Fur eine solche Abstimmung sind 95% Zustimmungsrate uber einen Zeitraum von 2016 Blocks notwendig (1 Block ? 10 Minuten ? 14 Tage). Dieser spezifische Losungsvorschlag wurde schon vor einem Jahr vorgestellt und seitdem erfolgreich getestet (z.B. schon seit Monaten bei Litecoin und co. integriert). Anfang September ’17 wurde ein Forschungsbericht der finnischen Zentralbank veroffentlicht, mit dem Fazit, dass Bitcoin nicht reguliert ist und nicht reguliert werden kann. Es gebe aber auch keinen Bedarf Bitcoin zu regulieren, weil es durch das Protokoll selbst reguliert wird. Bitcoin wird ausserdem als revolutionare und fabelhafte Technologie bezeichnet.

Quelle: helda.helsinki.fi/bof/bitstream/handle/123456789/14912/BoF_DP_1727.pdf – Seite 36 – Abschnitt 3-4





image

Quelle: coinmap.org


Es gibt mittlerweile hunderttausende Geschafte weltweit die Bitcoin akzeptieren. In Japan z.B. wird Bitcoin seit dem 1. April diesen Jahres als legales Zahlungsmittel akzeptiert. Neue Prepaid Karten kommen auf den Markt, mit denen Nutzer uberall wo Visa bzw. MasterCard akzeptiert werden, mit Ihren Kryptowahrungen zahlen konnen: TenX, Monaco, Plutus u.v.m.



Dieser Blogeintrag war ursprunglich der Bitcoin-Beginner Newsletter fur November 2017. Der Newsletter wurde am 1. November verschickt und auf dieser Seite am 30. November eingebettet.


Read More

Finance Traders Media Below Article 4 Img-->


Top 6 Broker für den Handel mit Bitcoin

Rang Broker Handelsplattform Verordnung Mindesteinzahlung  Rezension
Position 1 bitcoin handeln legacyfx MT5  CySEC  $500 Lies Rezension
Position 2 bitcoin handeln MT4  CySEC,FSB  $100 Lies Rezension
Position 3 bitcoin handeln ActTrader,MT4 ASiC, BVI, FSA(JP), FSB, MiFID $100 Lies Rezension
4 MT4 FCA $250 Lies Rezension
5 MT4  FCA $100 Lies Rezension
6 Webtrader, Crypto-Funds CySEC, FCA $50 Lies Rezension